Atheistische Enzyklopädie in 16 Büchern
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Dr. Winfried Krakau, vom Fach Naturwissenschaftler, nimmt mit seinem engagierten Beitrag Stellung zu den beiden Positionen des Erkenntnisduells Willensfreiheit. Eine unter naturwissenschaftlichen Aspekten sehr wichtige Ergänzung zu den Duellpositionen. Dr. Krakau hat auch den viel gelesenen Diskurs 01.15. Das monistische Weltbild geschrieben.
Hat der Mensch einen freien Willen? Ein Erkenntnisduell in drei Runden.
Ein Duell, das sich erst nur langsam entwickelte, sich dann aber in den beiden Schlussbeiträgen rasant zugespitzt und ein scharfes Pro und Kontra herausgearbeitet hat. Von beiden Seiten wird nicht mit einem schnellen Ja oder Nein beantwortet, sondern die Frage in immer neue Gesamtzusammenhänge gestellt und erörtert. Schulz argumentiert eher aus gehirnwissenschaftlichen, Schmidt-Salomon eher aus philosophietheoretischen Aspekten. Allein auf Facebook.de/atheodoc haben 352.505 Leser den Eröffnungsbeitrag ab 1. Oktober 2012 besucht.

Spiritualität ohne religiösen Hintergrund
Spiritualität wird an der Religionsbörse gehandelt wie der direkte Draht zu Gott. Der ist Gold wert. Der fromme Mensch hört tiefgründige Musik, betrachtet Sinn schürfende Bilder, erlebt bewegende Augenblicke und fühlt sich vom Heiligen berührt. Spiritualität als exklusiver religiöser Besitz? Ist es nicht. Spiritualität ist ein menschlicher Gemütszustand des Erhabenen, der auch dem Atheisten widerfährt. Dorle Wolfs Bilder wagen einen Einstieg in diese sensible Diskussion.
Mit fünf philosophisch-meditativen Bildbetrachtungen und Gedichtinterpretationen startet ATHEODOC im Buch 14 mit den Diskursen 12 bis 16 seine Einführungen in weltliche Spiritualität. Bilder und Gedichte vermitteln oft Lebenserfahrungen in kürzester, feinsinniger Form. Dr. Dr. Joachim Kahl, seit langem einer der führenden atheistischen Denker in Deutschland, interpretiert so meisterhaft Bertolt Brecht, Conrad Ferdinand Meyer, Tizian, Albrecht Dürer und Max Ernst in weltlichen Dimensionen.

Die Aufdeckung der Religion als Projektion des Menschen
Berühmt Karl Marx´ Bekenntnis: Wir wären alle nicht, hätte uns Ludwig Feuerbach nicht die Augen geöffnet. Er war es, der uns befreit hat. Die epochale Denkleistung Feuerbachs gegen Hegels spekulative Philosophie und die christliche Religion lag und liegt in seiner Feststellung: Gott ist nicht wirklich. Gott ist nur eine Vorstellung des Menschen. Nicht nur von Feuerbach gehört zu haben, sondern seine religionskritische Argumentation wirklich nachvollziehen zu können, bildet den anthropologischen Anspruch an jede kritische Diskussion über Gott und die Welt.

Die programmatische Feststellung Natur besteht völlig unabhängig von uns Menschen eröffnet unser ATHEODOC-BUCH 01 und damit unsere ATHEISTISCHE ENZYKLOPÄDIE. Der Mensch kann zwar hier und da in kleinen Bereichen auf die Natur einwirken. Doch selbst über die größten Eingriffe des Menschen geht die Natur darüber hinweg. Sie ist mit ihren Naturgesetzen die unantastbare Urkraft des Seins in unserem Kosmos. Der Mensch begreift nur sehr langsam, dass er ganz in diese Natur hineingehört. Er muss mit allen existentiellen Konsequenzen zur Ein-sicht durchstoßen: Mein Leben und auch mein Sterben sind etwas ganz Natürliches.

zu Geburt und Leben, zum Sterben und Tod. Das Nichts
Schon seit seiner frühen Kulturgeschichte ist dem Menschen der Tod als die radikalste Bedrohung der Natur bewusst gegenwärtig. In ihm steckt eine tiefe Angst vor der Dimension des Diesseitigen. Religion ist sein Versuch, diesem Schicksal mit einer Flucht zu Gott ins Jenseits zu entkommen. Auch der geistig viel höher entwickelte Mensch heute steht vor dem gleichen ungelösten Problem sterben zu müssen. Nur langsam begreift und anerkennt er sich selbst als ein Stück Natur und damit seinen Tod als etwa ganz Natürliches.

und seine Theorie vom unbewegten Beweger.
Historischer Rückblick auf die Anfänge des geistigen Materialismus
Beide beriefen sich auf den berühmten Sokrates: Platon und Aristoteles. Alle drei bildeten die Säulen der klassischen Philosophie der Antike. Aristoteles lebte lange in einer Philosophie-gemeinschaft mit Platon. Doch im Streit um Sokrates brach ihre Gemeinsamkeit immer stärker auseinander. Von seinem Sokratesverständnis her entwickelte Aristoteles gegen Platon ein System der Immanenz - ohne Transzendenz. Platoniker und Aristoteliker habe sich deshalb immer bekämpft.

Das ATHEODOC-BUCH 02 setzt gleich am Anfang gegen alle Geist-Spekulationen von Religion und Theologie eine radikale These: Nicht der Geist geht der Materie, sondern die Materie dem Geist voraus und allen seinen Erscheinungsformen wie Denken, Erkenntnis, Wissen. Bewusstsein, Kultur, auch allen Vorstellungen von Religion und Gott. Diese WELT DES GEISTES ist eine erst sehr späte Stufe der Naturevolution auf dem Planeten Erde, eine spekulative Kopfwelt des Menschen, von der die reale Wirklichkeit der Natur völlig unabhängig gemäß ihren eigenen materiellen Gesetzmäßigkeiten funktioniert.

Der Monismus definiert den schärfsten Gegensatz zur Religion. Die Religion deutet die Wirklichkeit immer in zwei Seinsebenen, die diametral gegeneinander stehen: Diesseits - jenseis; Geschöpf - Schöpfer; Mensch - Gott, Finsternis - Licht; Tod - ewiges Leben. Der Monismus definiert die Wirklichkeit als ein in sich geschlossenes System. Es gibt nur eine ganzheitliche Welt, ein immanentes Sein, das der rationalen Vernunft zugänglich ist.

Der materielle Aufbau des Gehirns
In den letzten hundert Jahren hat sich die Definition des Phänomens Materie grundlegend verändert. Völlig neue Dimensionen der Materie sind erkannt worden, insgesamt eine faszinierende Differenzierung der physikalischen und chemischen Prozesse und damit der Natur und der real existierenden Welt. Die neu entdeckte Biogenetik ist dafür das grandiose Beispiel. Das bedeutet: Niemand kann heute über den Geist gültige Aussagen machen, ohne dabei über das materielle Gehirn zu sprechen.

Der tolle Mensch. Gott ist tot (1882)
Mit fünf alten berühmten und neuen Originaltexten atheistischen Denkens eröffnen wir das ATHEODOC-BUCH 10. Lesen und beurteilen Sie selbst wichtige Argumentationen in ihrer Originalfassung: Nietzsches Gott ist tot, oft zitiert, kaum gelesen. Feuerbachs Einführung in seine These Religion ist Projektion des Menschen. Marx´ philosophisches Kontra Elf Thesen gegen Feuerbach, Texte, die die Welt bewegt haben. Dazu neue Texte von zeitgenössischen Denkern ohne Gott. Jeder Text ergänzt mit Hinweisen zum Autor, zur Textentstehung und Interpretation.

Mit Oriana Fallaci, der bekannten italienischen Journalistin und Schriftstellerin, eröffnen wir atheodoc-Buch 15, unsere Sammlung kurzer Lebensläufe nicht religiöser Persönlichkeiten aus Geschichte und Gegenwart. Kurze Texte für erstes Kennenlernen oder für schnelles Erinnern. Grundinformationen also: Wo kommt jemand her? Welchen Berufsweg ist er gegangen? Was hat er geschrieben? Welche Kontakte hatte er zur atheistischen Szene? Wie war seine Wirkung.

Stephen Hawkings Theorie THE UNIVERSE IN A NUTSHELL
Die Idee von der WELT ALS GANZES ist schon in der frühen Antike entstanden, ein nach außen abgegrenzter in sich geschlossener materieller Raum mit einheitlich funktionierenden Gesetzmäßigkeiten. Im 19. Jahrhundert entstand die Theorie eines mechanischen Weltsystems, in dem wie die Rädchen in einem großen Uhrwerk physikalisch alles ineinandergreift und sich bewegt. 2005 haben Relativitätstheorie und Quantenmechanik diese mechanisch einheitliche Kausalität aufgehoben. Hawkings spannendes Forschungsziel als Physiker: Eine neue mikro- und makrokosmische Einheitstheorie.

In keinem Kulturkreis der Erdgeschichte hat es eine derartige Entwicklung der menschlichen Vernunft gegeben wie im Abendland. Nur in Europa entstand eine logische Rationalität, in der zusammenhängende komplexe Wirkungsprinzipien der Natur erkannt und formal abstrahiert wurden. Viele Menschen sind bei der Durchsetzung ihrer vernünftiger Gedanken und Forderungen verfolgt, drangsaliert, getötet worden. Eine der grausamsten christlichen Untaten war der brutale Mord an der nicht christlichen Philosophien Hypatia von Alexandria anno 391.

Ein Werk als Brückenschlag von der Antike zur Moderne. Für die Antike fasste De Natura den atomistischen Materialismus Demokrits und nachfolgend Epikurs zusammen mit der erklärten Absicht, die Menschen von der Religion zu befreien. Im antiken Rom ein großer Erfolg, im Christentum völlig vergessen, löste es in der französischen Aufklärung. starke Wirkung aus auf den neu aufbrechenden atheistischen Materialismus. Daraus drei zentrale Texteinheiten lateinisch / deutsch.

Der Durchbruch zur Erkenntnis der Vernunft
Zur Eröffnung unseres ATHEODOC-BUCHES 09 - ATHEISTISCHE POSITIONEN in der abendländischen Philosophie stellen wir mit Sokrates den wichtigsten abendländischen Denker an den Anfang. Von Friedrich Hegel bis Bertrand Russell sind sich fast alle Philosophen in dieser positiven Beurteilung einig. Sokrates hat den Menschen zum kritischen Denken befreit. Mit ihm wurde die logische Vernunft ureigenes Wesen des Abendlandes. Wir denkenden Abendländer leben heute weniger im Jahre 2011 nach Christi Geburt als vielmehr im Jahre 2412 nach dem Tod des Sokrates.

Sie kam als junge Frau von Ionien herüber, aus Milet nach Athen. Sie war eine junge, sehr schöne Frau, extravagant in ihren Manieren, philosophisch gebildet im neuen ionischen Zeitgeist, selbst eine Philosophin. Als der große Perikles ihr begegnete, hat er sie sofort geheiratet. Sie führte sein Haus als philosophischen Salon. Sokrates war ihr Schüler. Die gesamte Intelligenz Athens war bei ihr zu Gast. Neider verklagte sie wegen Gottlosigkeit …

In seinem Verständnis der Natur unterscheidet sich der säkular-wissenschaftlich denkende Mensch ganz wesentlich von einem religiös-gläubigen Menschen. Ja, das Verständnis der Natur ist das entscheidende Kriterium der Konfrontation zwischen einem Denken ohne Gott und einem Denken mit Gott, zwischen einem atheistischen und einem religiösem Lebensbewusstsein. Der kritisch denkende Mensch im Abendland hat sich über 2600 Jahre mit seinem säkularen Weltbild Schritt für Schritt aus dem religiösen Naturverständnis freigesetzt. Ein dramatischer geistiger Kampf, spannend bis in unsere Tage heute.

Wir Menschen heute leben in einer faszinierenden Freizügigkeit - in einer superschnellen weltweiten Kommunikation mit- und zueinander. ATHEODOC hat alles getan, um diese großartigen Möglichkeiten intern und extern zu nutzen. Natürlich sind wir mit den internationalen sozialen Communities Facebook, Twitter, Google plus vernetzt. In ATHEODOC liegen großartige Synergiemöglichkeiten, Chancen zur Zusammenarbeit in Fragen zur Welt und zum Leben ohne Gott. ATHEODOC versteht sich dabei schlicht wie ein nützliches Navigationssystem, ein Leuchtturm als Orientierungspunkt, der für alle sinnvoll funktioniert.

Der Atheismus anerkennt keine Dogmen, keine Wahrheiten, die von irgendeiner Autorität oder Institution direktivistisch vorgegeben sind. In diesem Sinne formuliert der Atheismus selbst auch keine Dogmen. Der Atheist weiß sich seiner eigenen Vernunft und seinem eigenen Gewissen gegenüber verantwortlich. Trotzdem sucht der Mensch nach Übereinstimmung gerade auch in seinem Denken ohne Gott. ATHEODOC versteht sich als ein Einstieg und Entwurf eines MAGNUS KONSENSUS im atheistischen Denken.

Wie nie zuvor suchen die Menschen für sich selbst nach Orientierungsautorität. Innerhalb des generellen Individualisierungsprozesses der modernen Gesellschaft fühlen sie sich zunehmend für sich selbst verantwortlich. Die Frage nach Gott ist dabei nicht länger eine Frage nach einer von der Kirche verkündete Zentralgewalt, sondern eine Frage nach sich selbst. Ein Atheismus, der immer nur in Religionskritik stecken bleibt, gibt heutigen Menschen damit keine hilfreichen Antworten. Er muss ihnen sagen, warum es sich konkret lohnt, als autonomer Mensch ohne Gott zu leben. Er muss positiv aufklären und Wege weisen.

Auch heute noch stehen Religionen und Kirchen gegen die Vernunfterkenntnisse der säkularen Welt. Sie waren und sind noch immer die Hauptverweigerer von Veränderungen. Dabei ist zu trennen zwischen institutionalisierter Religion und Kirchen einerseits, die mit der Religion in der Welt Macht ausüben, und andererseits den einzelnen Menschen, dem der demokratische Staat (und nur er) ein Grundrecht auf Meinungs- und Religionsfreiheit zugesprochen hat. Militante Religionen und auch umtriebigen Kirchen muss die Macht genommen werden über den einzelnen Menschen und über die moderne Welt.

Unserer EINLEITUNG in sieben Teilen gibt ein paar generelle Hinweise auf ATHEODOC, hier zuerst auf unser großes Vorbild: Immer von Neuem haben Menschen mit ihrer kritischen Vernunft gegen die geistige Hinterwelt der Religion und die vernunftwidrigen Irreführungen der Kirche gekämpft. Einer der großen Aufklärer war Denis Diderot. Seine berühmte ENZYKLOPÄDIE ist uns Vorbild und Ansporn für ATHEODOC. Wir sind mit ihm überzeugt, dass es freiheitliche Zukunft und autonomes Leben der Menschen nur mittels kritischer Vernunft gibt.









